BARMER Arztreport

Fokus: Endometriose – Trends und Risikofaktoren

Thomas G. Grobe, Anna Braun, Joachim Szecsenyi

Das vorliegende ePaper, das im Rahmen des Arztreports 2026 veröffentlicht wird, widmet sich dem Thema „Endometriose – Trends und Risikofaktoren“.

Endometriose ist eine chronische inflammatorische Erkrankung. Dabei findet sich Gewebe im Körper außerhalb der Gebärmutterhöhle, das der Gebärmutterschleimhaut sehr ähnlich ist und sich unter Hormoneinfluss ähnlich verhält. Häufig lassen sich derartige Herde im Beckenraum am Bauchfell nachweisen. Bei betroffenen Frauen kann sie zu stark ausgeprägten Symptomen und Beschwerden führen, aber auch als Zufallsbefund ohne jegliche Beschwerden nachweisbar sein.

Nach den vorliegenden Ergebnissen wurde innerhalb des Jahres 2024 eine Endometriose in Deutschland bei rund 513.000 Frauen (mindestens einmalig) im Rahmen der ambulanten Versorgung (als gesicherte Diagnose) oder bei stationären Behandlungen im Krankenhaus dokumentiert. Von einer entsprechenden Diagnose betroffen war damit ein Anteil von schätzungsweise 1,21 Prozent aller Frauen in Deutschland. 

Die vorliegende Veröffentlichung untersucht für die Jahre 2005 bis 2024 Routinedaten der BARMER und liefert aktuelle Informationen zu Häufigkeiten und Trends von Endometriose-Diagnosen bei Frauen in Deutschland und befasst sich mit Risikofaktoren für deren Auftreten sowie Sterblichkeitsrisiken bei entsprechenden Diagnosen. Zudem werden Informationen zu Begleiterkrankungen bei Endometriose bereitgestellt.

Das ePaper beleuchtet auch regionale Besonderheiten und betrachtet die Anzahl der Betroffenen in den einzelnen Bundesländern. Weiterführende Analysen sind mithilfe der interaktiven Grafik möglich, die Betroffenenzahlen im Zeitverlauf auf regionaler Ebene darstellt. 

Autor(en):Thomas G. Grobe, Anna Braun, Joachim Szecsenyi Keywords:Endometriose, Diagnoseprävalenz, Diagnoseinzidenz, Trends, Risikofaktoren, Komorbiditäten PDF, 754.88 KB DOI 10.30433/arzt.2026.01 CC BY-ND 4.0