BARMER
Pflegereport 2024
Alljährlich liefert der BARMER Pflegereport einen Überblick zur Finanzierung, Regulierung und Versorgung in der Langzeitpflege. Die Standardberichterstattung umfasst unter anderem Fallzahlen, Inzidenzen, Prävalenzen und Pflegeverläufe. Eine Vielzahl an Ergebnissen wird in Form von interaktiven Grafiken auf der Website bereitgestellt. Daneben widmet sich jeder Band einem ausgewählten Schwerpunktthema.
ISBN: 978-3-946199-97-7
Die Printversion ist zum Preis von 14,90 € über den Buchhandel zu beziehen.
Pflegerisiko und Pflegedauer
Das Schwerpunktkapitel des diesjährigen Reports widmet sich dem Thema „Pflegerisiko und Pflegedauer“. Mit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und der damit verbundenen Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade im Jahr 2017 wurde der Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung auf zusätzliche Personengruppen ausgeweitet. Daher ist die Zahl der Pflegebedürftigen im sozialrechtlichen Sinn deutlich stärker gestiegen, als dies allein aufgrund der demografischen Entwicklung – unter ansonsten gleichen Bedingungen – zu erwarten gewesen wäre. Der erleichterte Zugang zu Pflegeversicherungsleistungen bewirkt, dass Menschen früher als sonst pflegebedürftig im sozialrechtlichen Sinne werden können.
Mit umfangreichen Analysen gibt der diesjährige Pflegereport einen Ausblick, was die aktuelle Entwicklung für die Pflegeprävalenz, Pflegeinzidenz und Pflegedauer bedeutet. Auf Basis von BARMER-Daten werden dazu unterschiedliche Determinanten wie das Alter, das Geschlecht oder verschiedene pflegebegründende Diagnosen betrachtet. So zeigt der Report, dass sich die durchschnittliche Dauer der Pflegebedürftigkeit verlängert. Für die im Jahr 2023 inzident Pflegebedürftigen ist im Vergleich zu den im Jahr 2023 verstorbenen Pflegebedürftigen eine etwa doppelt so lange Dauer der Pflegebedürftigkeit zu erwarten. Allerdings werden für einen großen Teil der zusätzlichen Zeit in Pflegebedürftigkeit nur in geringerem Umfang Versicherungsleistungen in Anspruch genommen. Unter Zugrundelegung des Inanspruchnahmeverhaltens des Jahres 2023 erhöht sich die Summe der Versicherungsleistungen für den gesamten durchschnittlichen Pflegeverlauf dennoch um etwa die Hälfte.
Der Standardteil der Reports widmet sich der Darstellung von Versorgungsstrukturen, Fallzahlen, Inzidenzen, Prävalenzen und Pflegeverläufen differenziert nach Bundesländern. Ergänzt wird der Report durch interaktive Grafiken, die vertiefende Analysen ermöglichen.
Dokumente zum Download
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Weitere Ausgaben
Hier finden Sie die Ausgaben weiterer Jahre.
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BARMER Pflegereport 2025Pflegeverläufe bei Akutereignissen und Erkrankungen mit progredientem Verlauf
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BARMER Pflegereport 2023Pflegebedürftige im Krankenhaus
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BARMER Pflegereport 2022Stationäre Versorgung und COVID-19
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BARMER Pflegereport 2021Wirkungen der Pflegereformen und Zukunftstrends
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BARMER Pflegereport 2020Belastungen der Pflegekräfte und ihre Folgen
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BARMER Pflegereport 2019Ambulantisierung der Pflege
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BARMER Pflegereport 2018Pflegende Angehörige
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BARMER Pflegereport 2017Junge Pflegebedürftige
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BARMER GEK Pflegereport 2016Wie Menschen in Deutschland gepflegt werden, hängt vom Wohnort der Pflegebedürftigen ab.
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BARMER GEK Pflegereport 2015Pflegen zu Hause
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BARMER GEK Pflegereport 2014Zahnärztliche Versorgung Pflegebedürftiger
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BARMER GEK Pflegereport 2013Rehabilitation bei Pflegebedürftigkeit
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BARMER GEK Pflegereport 2012Kosten bei Pflegebedürftigkeit
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BARMER GEK Pflegereport 2011Zusätzliche Betreuungsleistungen
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BARMER GEK Pflegereport 2010Demenz und Pflege
Aktuelles
16. März 2026
Analysen zur Entwicklung der vollstationären Krankenhausfallzahlen
Mit Beginn der COVID-19-Pandemie brachen die Krankenhausfallzahlen in Deutschland drastisch ein und auch im Jahr 2024 erreichten sie nicht wieder ihr Ausgangsniveau. In einem ePaper widmet sich das bifg den Fragen, wodurch die „fehlenden“ vollstationären Fälle gekennzeichnet waren und auf welche Personengruppen sie entfielen.
4. März 2026
BARMER Arztreport 2026: Endometriose
Endometriose gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Erkrankung immer häufiger erkannt und systematisch untersucht wird. Das neue ePaper, das im Rahmen des Arztreports erscheint, widmet sich dem Thema. Basierend auf sektorenübergreifenden Routinedaten für die Jahre von 2005 bis 2024 werden Informationen zu Häufigkeiten, Trends sowie zu Risikofaktoren der Endometriose und zu Komorbiditäten bei Endometriose in Deutschland dargestellt und diskutiert.
27. Februar 2026
Factsheet: Erreichbarkeit von Apotheken in Deutschland - Eine geodatenbasierte Analyse
Als Beitrag zur Diskussion um den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung mit einem Schwerpunkt auf Sicherung der flächendeckenden Erreichbarkeit von Apotheken untersuchte das bifg die räumliche Entfernung für die Bevölkerung zu einem Apothekenstandort mittels geografischer Daten.
20. Februar 2026
BARMER Arztreport:
Hautkrebs-Screening
Hautkrebs-Screening ist eine Vorsorgeuntersuchung, die der Früherkennung von Hautkrebs dient. Das ePaper befasst sich mit der Teilnahmehäufigkeit am Screening, den anspruchsberechtigten Personengruppen und den Folgen einer Screening-Teilnahme.
18. Februar 2026
BARMER Arzneimittelreport:
Influenza-Impfung
Das aktuelle ePaper befasst sich mit dem Thema „Influenza-Impfung: Impfquote immer noch weit hinter den Zielen zurück". Es beleuchtet neben der allgemeinen Impfrate bislang wenig beachtete Aspekte der Impfquote und richtet den Fokus auf zwei besonders gefährdete Gruppen: Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen. Zudem wertet der Report erstmals Versorgungsdaten zur seit dem 1. Oktober 2022 möglichen Grippeimpfung in Apotheken aus und zeigt, welchen Beitrag diese zur Steigerung der Impfquote leisten können.
12. Dezember 2025
Veröffentlichung des bifg in
„Value in Health“
Der Artikel mit dem Titel „Welfare-based healthcare planning: Methodology and application to thoracic surgical treatment of lung cancer in Germany“ bewegt sich im Spannungsfeld zwischen wohnortnaher Versorgung und Qualitätsgewinnen durch Zentralisierung. Am Beispiel der thoraxchirurgischen Behandlung von Lungenkrebs wird ein neuer methodischer Ansatz aufgezeigt, mit dem sich Behandlungsstandorte auf Basis der Präferenzen von Patientinnen und Patienten optimal planen lassen. Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, der Universität Witten/Herdecke und des Zentrums für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, Dresden und erscheint in Kürze. Ein Prepress ist bereits jetzt online und unter dem folgenden Link abrufbar.