Arzneimittelreport

Mit ihrem Arzneimittelreport legt die BARMER umfassende versichertenbezogene Auswertungen von Daten zur Arzneimittelversorgung vor. Daneben widmet sich jeder Band einem aktuellen Schwerpunktthema.

Icon Barcode ISBN: 978-3-946199-87-8

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Medikamentöse Schmerztherapie nicht-onkologischer ambulanter Patientinnen und Patienten

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Der vorliegende Arzneimittelreport untersucht ambulante medikamentöse Schmerztherapie bei BARMER-Versicherten ohne onkologische Erkrankung. Schmerzen sind ein häufiges Problem. Jeder dritte Versicherte und jeder zweite Versicherte ab 80 Jahren hat 2021 eine Verordnung medikamentöser Schmerztherapie erhalten. 5,7 Prozent der BARMER-Versicherten ohne Tumorerkrankung wurde 2021 ein Opioid verordnet. Ab einem Alter von 80 Jahren erhielten Versicherte 5,5-mal häufiger eine Verordnung von Opioiden als Versicherte bis zu 64 Jahren. Verordner von Schmerztherapie waren vor allem Hausärztinnen und -ärzte sowie hausärztliche Internistinnen und Internisten. Die Patientinnen und Patienten mit Opioidtherapie waren häufig multimorbid, erhielten Polypharmazie, waren älter und wurden von mehreren Ärzten behandelt. Untersucht wurden vermeidbare Risiken und patientenrelevanter Schaden durch medikamentöse Schmerztherapie. Trotz Herz- oder Niereninsuffizienz werden nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) verordnet oder Kombinationen von Arzneimitteln, die bekanntermaßen das Auftreten eines akuten Nierenversagens begünstigen. Auch die die Mortalität erhöhende Kombination von Opioiden mit Tranquilizern wird nicht konsequent vermieden. Metamizol ist ein weiteres Thema. Die Ergebnisse der Analysen zeigen bei neu begonnener Metamizoltherapie eine jährliche Inzidenz von 28 Agranulozytosen pro eine Million exponierter Personen. Damit ergeben sich für Deutschland jedes Jahr schätzungsweise 120 Betroffene, die wegen Agranulozytose durch Metamizol stationär behandelt werden, und etwa zehn Todesfälle. Auch die Verordnung von Metamizol mit Methotrexat erfolgt, obwohl dies das Risiko der Agranulozytose vervielfacht. Strenge Indikationsstellung bei der Verordnung von Metamizol ist nicht zu erkennen. 2022 ist die Anzahl Metamizol erhaltender BARMER-Versicherter erneut um 7,2 Prozent auf 1.260.904 Versicherte gestiegen. Ein weiteres Risiko, das unterschätzt wird, ist die Obstipation unter Opioiden. Die nach Leitlinie indizierte Verordnung von Laxanzien wird bei drei von zehn Patienten unterlassen. Fünf von 1.000 Patienten mit Opioidtherapie werden jedes Jahr wegen eines Darmverschlusses stationär im Krankenhaus aufgenommen – ein vermeidbarer Schaden, wenn Laxanzien bereits prophylaktisch verordnet und Patientinnen und Patienten in das Therapiemanagement einbezogen werden. Der Report präsentiert notwendige Schritte zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei medikamentöser Schmerztherapie. Daneben erfolgt standardmäßig auch die Darstellung von Kennzahlen und Veränderungen der Arzneimitteltherapie 2022 insgesamt.

Aktuelles

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ePaper: Projektion der Notfallversorgung bis 2040

Vor dem Hintergrund der Bestrebungen zur Reform der Notfallversorgung projiziert das Paper die Notfallversorgung in Deutschland bis zum Jahr 2040. Es zeigt unter anderem die Bedeutung demografischer Faktoren sowie die Relevanz der hausärztlichen Versorgung für die Entwicklung der Nutzung von Notfallstrukturen auf.

1. September 2026
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BARMER Versorgungs- und Forschungskongress 2026

Am 15. Oktober ist es soweit: Unter dem Titel „Primärversorgung der Zukunft: Zwischen Reformdruck und Versorgungsrealität?“ laden wir Sie dazu ein, mit uns in Berlin die Zukunft der Primärversorgung zu diskutieren – evidenzbasiert, praxisnah und mit Blick auf die Menschen, die im Mittelpunkt des Gesundheitssystems stehen.

16. Juli 2026
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Aktuelle Daten zur Hebammenversorgung

Der Versorgungskompass zur Geburtshilfe und Hebammenversorgung liefert Daten rund um Schwangerschaft und Geburt. Der erste Teil zu „Frauen und Geburten“ sowie den „Leistungsangeboten von Hebammen“ wurde kürzlich aktualisiert und umfasst nun Daten bis 2025. Ergänzend fasst ein neues Factsheet die wichtigsten Ergebnisse kompakt zusammen.

7. Juli 2026
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Gesundheitswesen aktuell 2026

Die Herausforderungen des Gesundheitswesens sind vielfältig und die Politik ist gewzungen, zu handeln. Das „Gesundheitswesen aktuell“ möchte hierzu einen Beitrag leisten – analytisch, interdisziplinär und mit Blick auf die gesundheitspolitischen Entscheidungen der kommenden Jahre.

15. Juni 2026
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Der neu erschienene Zahnreport befasst sich mit der Entwicklung der vertragszahnärztlichen Versorgung von Pflegebedürftigen. Wie steht es um die zahnärztliche Versorgung von ambulant und stationär Pflegebedürftigen? Welche regionalen Besonderheiten sind bei der vertragszahnärztlichen Versorgung von Pflegebedürftigen festzustellen?

2. Juni 2026
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BARMER Zahnreport: Versorgungslage

Das neue ePaper rückt die Entwicklung der vertragszahnärztlichen Versorgung in Deutschland in den Fokus. Hintergrund ist die Aufhebung der zahnärztlichen Zulassungsbeschränkungen im Jahr 2007. Ist eine flächendeckende Versorgung noch gewährleistet?

11. Mai 2026
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Gesundheitsreport 2026 – Standardauswertungen

Das vorliegende ePaper erläutert wesentliche Kennzahlen zu aktuellen Arbeitsunfähigkeiten und Trends und analysiert diese im Hinblick auf Diagnosen, Branchen und Berufsgruppen. Dabei werden die Daten zu den gemeldeten Arbeitsunfähigkeiten im Jahr 2025 betrachtet und den Ergebnissen aus dem Vorjahr 2024 gegenübergestellt.

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Factsheet: Nicht invasive Pränataltests auf Trisomien - Erste Zahlen zur Inanspruchnahme des nicht invasiven Pränataltests auf Trisomie 13, 18 und 21 (NIPT)

Seit dem 01.07.2022 ist der nicht invasive Pränataltest auf die Trisomien 13, 18 und 21 (NIPT) Teil des Leistungskatalogs der Krankenkassen. Das bifg untersuchte erstmals die Inanspruchnahme des Tests in Deutschland. In unserem neuen Factsheet finden Sie alle wichtigen Ergebnisse auf einen Blick.

1. April 2026

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