Michael Rädel, Heinz-Werner Priess, Steffen Bohm, Michael Walter
Das vorliegende ePaper, das im Rahmen des Zahnreports 2026 veröffentlicht wird, befasst sich mit dem Thema „Ist eine flächendeckende Versorgung noch gewährleistet? Inanspruchnahme vertragszahnärztlicher Leistungen 2010 bis 2024“.
Vor dem Hintergrund der Aufhebung der zahnärztlichen Zulassungsbeschränkungen im Jahr 2007 ist das Ziel dieses ePapers, die vertragszahnärztliche Versorgung über einen längeren Zeitraum näher zu analysieren. Die Analyse soll der Frage nachgehen, ob eine flächendeckende Versorgung noch gewährleistet ist. Dazu wurden die Routinedaten der BARMER aus den Jahren 2010 bis 2024 untersucht. Die vertragszahnärztliche Versorgung wurde regional bis auf Kreisebene anhand der Inanspruchnahmeraten zahnärztlicher Kontrolluntersuchungen betrachtet und die aufwändige zahnärztliche Therapie exemplarisch über die Inanspruchnahme der Parodontitistherapie analysiert.
Die Inanspruchnahmerate der eingehenden Untersuchung (Gebührennummer 01 des BEMA) lag im Jahr 2024 bei 64 Prozent der erwachsenen Versicherten bundesweit. Dieser Wert gibt Aufschluss über die Häufigkeit einer kontrollorientierten Inanspruchnahme von vertragszahnärztlicher Versorgung und weist auf ein gut entwickeltes Mundgesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung hin. Bei der Parodontalbehandlung zeigen einzelne Regionen im Westen eine nahezu vier Mal so hohe Inanspruchnahme im Vergleich zu Regionen in Mittel- oder Norddeutschland. Die regionalen Inanspruchnahmeraten sowie Daten im Zeitverlauf können dem ePaper sowie den interaktiven Grafiken entnommen werden.
Zusätzlich wurden Zusammenhänge zwischen der regionalen Zahnarztdichte und den vertragszahnärztlichen Neuzulassungen untersucht. Zwischen der Häufigkeit von Kontrolluntersuchungen und der Zahl der Zahnärztinnen und Zahnärzte – ebenso wie den Neuzulassungen – zeigte sich kein erkennbarer Zusammenhang. Dagegen ließ sich für die Inanspruchnahme von Parodontalbehandlungen eine moderate positive Korrelation mit der Zahnarztdichte feststellen. Die detaillierten Ergebnisse finden Sie im ePaper.