Mit rund 2.500 neuen Leistungen legte ein Gutachten unter Federführung des IGES Instituts eine umfangreiche Liste potentiell ambulantisierbarer Operationen und sonstiger stationsersetzender Eingriffe zur Erweiterung des AOP-Katalogs vor. Zusätzlich wurden patienten- und fallspezifische Merkmale – sogenannte Kontextfaktoren – definiert, die eine stationäre Durchführung entsprechender Leistungen rechtfertigen. Unter Berücksichtigung dieser Kontextfaktoren ermittelte das bifg in einer ersten Analyse das tatsächliche Ambulantisierungspotenzial auf Grundlage von BARMER-Daten. Hierauf aufbauend werden in diesem ePaper vertiefte Auswertungen des Ambulantisierungspotenzials vorgestellt und diskutiert. Dies beinhaltet die Analyse von Patienten-, Fall- und Krankenhausmerkmalen und dem mit ihnen verbundenen Ambulantisierungspotenzial. Des Weiteren werden Auswertungen auf Bundesland- und Kreisebene vorgestellt und die Bedeutung einzelner Leistungen für die Gesamtzahl ambulantisierbarer Krankenhausfälle betrachtet. Die Ergebnisse unterstreichen die Eignung der Gutachtervorschläge zur Erweiterung des AOP-Katalogs und zeigen weitere Forschungs- und Analysebedarfe auf.
Autor(inn)en:Uwe Repschläger, Martin Rößler, Claudia Schulte, Christoph Sievers, Danny Wende
Keywords:Ambulantisierung, ambulantes Operieren, ambulantes Potenzial, primäre Fehlbelegung, AOP-Katalog, §115 SGB V, Kontextfaktoren
PDF, 802.03 KB DOI 10.30433/ePGSF.2022.004 CC BY-ND 4.0