BARMER
Krankenhausreport 2022
Der BARMER Krankenhausreport greift neben der Analyse des akut-stationären Versorgungsgeschehens in Deutschland in jedem Jahr ein Schwerpunktthema aus der Krankenhausversorgung auf, das sowohl aus Versorgungsperspektive als auch aus gesundheitspolitischer Sicht von besonderem Interesse ist.
ISBN: 978-3-946199-74-8
Die Printversion ist zum Preis von 14,90 € über den Buchhandel zu beziehen.
Leistungsverlagerungen in der stationären Versorgung
Immer noch gibt es in Deutschland viele Kliniken, die in einzelnen Leistungssegmenten nur sehr wenige Behandlungen pro Jahr durchführen, obwohl in der Literatur vielfach nachgewiesen wurde, dass die Behandlungsqualität mit steigender Fallzahl zunimmt. Um das Potenzial von Leistungsverlagerungen aufzuzeigen, werden im Report Eingriffe hypothetisch verlagert – von Krankenhäusern, die wenige Behandlungen eines Leistungsbereichs durchführen, an Krankenhäuser, die viele Eingriffe durchführen. Exemplarisch haben die Autorinnen und Autoren zwei Bereiche analysiert: die elektive und traumatische Endoprothetik an Knie und Hüfte sowie die interventionelle und operative Versorgung bei Herzinfarkten durch Kardiologen und Kardiochirurgen. Im Fokus stehen die Fahrzeiten der Bevölkerung und deren Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Kliniken durch die Leistungsverlagerung. Die Ergebnisse zeigen: Nicht jede Klinik muss alles leisten. Viele Eingriffe könnten verlagert werden, ohne dass sich die Fahrzeiten der Bevölkerung nennenswert verändern. Die Potentialanalyse zeigt auch, dass eine Leistungsverlagerung nicht in jedem Bundesland sinnvoll ist. Sonst würden sich die Fahrzeiten so verlängern, dass die medizinische Behandlungsqualität gefährdet würde. So liefert der diesjährige Krankenhausreport empirisch abgesicherte Erkenntnisse zum Potenzial von Leistungsverlagerungen und der damit verbundenen Schwerpunktbildung in der stationären Versorgung.
Ergänzend zum Buch werden umfangreiche Analysen zum akut-stationären Versorgungsgeschehen auch in Form interaktiver Grafiken zugänglich gemacht.
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Weitere Ausgaben
Hier finden Sie die Ausgaben weiterer Jahre.
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BARMER KrankenhausreportAuswertungen zur Krankenhausversorgung in Deutschland.
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BARMER KrankenhausreportAuswertungen zur Krankenhausversorgung in Deutschland.
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BARMER Krankenhausreport 2023Ambulante Leistungserbringung im deutschen Krankenhaussektor
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BARMER Krankenhausreport 2021Krankenhausinfektionen während der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020
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BARMER Krankenhausreport 2020Volume-Outcome im Krankenhaus
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BARMER Krankenhausreport 2019Patient Blood Management
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BARMER Krankenhausreport 2018Bauchaortenaneurysma
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BARMER Krankenhausreport 2017Geriatrie
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BARMER GEK Krankenhausreport 2016Adipositas-Chirurgie
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BARMER GEK Krankenhausreport 2015Lumbale Rückenschmerzen
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BARMER GEK Krankenhausreport 2014Trends in der koronaren Revaskularisation
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BARMER GEK Krankenhausreport 2013Darmkrebs
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BARMER GEK Krankenhausreport 2012Prostatakarzinom
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BARMER GEK Krankenhausreport 2011Übergang von der stationären zur ambulanten Versorgung bei psychischen Störungen
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BARMER GEK Krankenhausreport 2010Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenks
Aktuelles
16. März 2026
Analysen zur Entwicklung der vollstationären Krankenhausfallzahlen
Mit Beginn der COVID-19-Pandemie brachen die Krankenhausfallzahlen in Deutschland drastisch ein und auch im Jahr 2024 erreichten sie nicht wieder ihr Ausgangsniveau. In einem ePaper widmet sich das bifg den Fragen, wodurch die „fehlenden“ vollstationären Fälle gekennzeichnet waren und auf welche Personengruppen sie entfielen.
4. März 2026
BARMER Arztreport 2026: Endometriose
Endometriose gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Erkrankung immer häufiger erkannt und systematisch untersucht wird. Das neue ePaper, das im Rahmen des Arztreports erscheint, widmet sich dem Thema. Basierend auf sektorenübergreifenden Routinedaten für die Jahre von 2005 bis 2024 werden Informationen zu Häufigkeiten, Trends sowie zu Risikofaktoren der Endometriose und zu Komorbiditäten bei Endometriose in Deutschland dargestellt und diskutiert.
27. Februar 2026
Factsheet: Erreichbarkeit von Apotheken in Deutschland - Eine geodatenbasierte Analyse
Als Beitrag zur Diskussion um den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung mit einem Schwerpunkt auf Sicherung der flächendeckenden Erreichbarkeit von Apotheken untersuchte das bifg die räumliche Entfernung für die Bevölkerung zu einem Apothekenstandort mittels geografischer Daten.
20. Februar 2026
BARMER Arztreport:
Hautkrebs-Screening
Hautkrebs-Screening ist eine Vorsorgeuntersuchung, die der Früherkennung von Hautkrebs dient. Das ePaper befasst sich mit der Teilnahmehäufigkeit am Screening, den anspruchsberechtigten Personengruppen und den Folgen einer Screening-Teilnahme.
18. Februar 2026
BARMER Arzneimittelreport:
Influenza-Impfung
Das aktuelle ePaper befasst sich mit dem Thema „Influenza-Impfung: Impfquote immer noch weit hinter den Zielen zurück". Es beleuchtet neben der allgemeinen Impfrate bislang wenig beachtete Aspekte der Impfquote und richtet den Fokus auf zwei besonders gefährdete Gruppen: Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen. Zudem wertet der Report erstmals Versorgungsdaten zur seit dem 1. Oktober 2022 möglichen Grippeimpfung in Apotheken aus und zeigt, welchen Beitrag diese zur Steigerung der Impfquote leisten können.
12. Dezember 2025
Veröffentlichung des bifg in
„Value in Health“
Der Artikel mit dem Titel „Welfare-based healthcare planning: Methodology and application to thoracic surgical treatment of lung cancer in Germany“ bewegt sich im Spannungsfeld zwischen wohnortnaher Versorgung und Qualitätsgewinnen durch Zentralisierung. Am Beispiel der thoraxchirurgischen Behandlung von Lungenkrebs wird ein neuer methodischer Ansatz aufgezeigt, mit dem sich Behandlungsstandorte auf Basis der Präferenzen von Patientinnen und Patienten optimal planen lassen. Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, der Universität Witten/Herdecke und des Zentrums für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, Dresden und erscheint in Kürze. Ein Prepress ist bereits jetzt online und unter dem folgenden Link abrufbar.