BARMER
Krankenhausreport 2023
Der BARMER Krankenhausreport greift neben der Analyse des akut-stationären Versorgungsgeschehens in Deutschland in jedem Jahr ein Schwerpunktthema aus der Krankenhausversorgung auf, das sowohl aus Versorgungsperspektive als auch aus gesundheitspolitischer Sicht von besonderem Interesse ist.
ISBN: 978-3-946199-89-2
Die Printversion ist zum Preis von 14,90 € über den Buchhandel zu beziehen.
Ambulante Leistungserbringung im deutschen Krankenhaussektor
In keinem anderen Land werden so viele stationäre Behandlungen pro Einwohner wie in Deutschland durchgeführt. Vollstationäre Behandlungen sind jedoch gegenüber einer ambulanten Behandlung deutlich ressourcenintensiver und binden mehr Personal. Zudem ist die stationäre Behandlung nicht immer auf eine medizinische Notwendigkeit zurückzuführen und könnte bei gleichbleibender Qualität auch ambulant erbracht werden. Während der Coronapandemie wurde eine Vielzahl von stationären Eingriffen verschoben oder die Patientinnen und Patienten entschieden sich aus Gründen des Infektionsschutzes gegen eine Behandlung im Krankenhaus. Ob die Wahrscheinlichkeit einer ambulanten Behandlung seit der Coronapandemie angestiegen ist, wird exemplarisch für (1) die operative Versorgung der Leistenhernie, (2) die arthroskopische Knieoperation, (3) die diagnostische Koronarangiographie sowie (4) die Resektion und Rekonstruktion des Nasenseptums untersucht.
Der 19. BARMER Krankenhausreport liefert empirisch abgesicherte Erkenntnisse zum ambulanten Leistungsgeschehen im deutschen Krankenhaussektor vor und während der Coronapandemie. Die Ergebnisse basieren auf umfassenden Versichertendaten der BARMER. Unter Anwendung statistischer Methoden werden Ergebnisse präsentiert, die darauf hinweisen, dass sich die erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine ambulante Behandlung vor allem durch den Rückgang stationärer Fallzahlen erklären lässt. Die Anzahl der ambulanten Behandlungen ist hingegen recht konstant geblieben. Somit konnte die Pandemie das bestehende Potenzial zur Ambulantisierung nur in sehr geringem Maße realisieren. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Dokumente zum Download
Alle Downloads rund um den Krankenhausreport 2023.
Weitere Ausgaben
Hier finden Sie die Ausgaben weiterer Jahre.
-
BARMER KrankenhausreportAuswertungen zur Krankenhausversorgung in Deutschland.
-
BARMER KrankenhausreportAuswertungen zur Krankenhausversorgung in Deutschland.
-
BARMER Krankenhausreport 2022Leistungsverlagerungen in der stationären Versorgung
-
BARMER Krankenhausreport 2021Krankenhausinfektionen während der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020
-
BARMER Krankenhausreport 2020Volume-Outcome im Krankenhaus
-
BARMER Krankenhausreport 2019Patient Blood Management
-
BARMER Krankenhausreport 2018Bauchaortenaneurysma
-
BARMER Krankenhausreport 2017Geriatrie
-
BARMER GEK Krankenhausreport 2016Adipositas-Chirurgie
-
BARMER GEK Krankenhausreport 2015Lumbale Rückenschmerzen
-
BARMER GEK Krankenhausreport 2014Trends in der koronaren Revaskularisation
-
BARMER GEK Krankenhausreport 2013Darmkrebs
-
BARMER GEK Krankenhausreport 2012Prostatakarzinom
-
BARMER GEK Krankenhausreport 2011Übergang von der stationären zur ambulanten Versorgung bei psychischen Störungen
-
BARMER GEK Krankenhausreport 2010Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenks
Aktuelles
20. November 2025
Der BARMER Pflegereport 2025 ist erschienen
Die Pflegeprävalenz stieg in den letzten Jahren fast linear an. Während sich nach den Angaben der Pflegestatistik die Zahl der Pflegebedürftigen im Zeitraum von 2017 bis 2023 von 3,43 Millionen auf 5,69 Millionen erhöht hat, wachsen die Kapazitäten für formelle Pflege im häuslichen Setting nur langsam und die Zahl der verfügbaren Plätze in der vollstationären Dauerpflege stagniert. Im Ergebnis sind bereits heute erhebliche Versorgungslücken zu erkennen.
Der Pflegereport 2025 befasst sich schwerpunktmäßig mit der Frage, ob es bestimmte Erkrankungen sind, die mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs besonders zur Steigerung der Pflegeprävalenz beitragen. Dazu werden sechs akute und sechs dauerhafte Erkrankungen analysiert, darunter Krebs, Hirninfarkt, Demenz, Parkinson und Herzinsuffizienz.
3. November 2025
Flickenteppich Pflege – Eine Bestandsaufnahme der ambulanten Pflege
Die Herausforderungen in der Pflege sind vielfältig und grundlegend. Neben der Finanzierungssituation in der Pflegeversicherung und den hohen Eigenanteilen der Versicherten in Pflegeheimen ist insbesondere der Personalmangel zu nennen. Hinzu kommt, dass historisch gewachsene, uneinheitliche gesetzliche Regelungen zu einem „regulatorischen Flickenteppich“ geführt haben. Obwohl für die häusliche Krankenpflege nach SGB V sowie für die ambulante Pflege nach SGB XI von der Bundesebene Rahmenvorgaben existieren, zeigen sich starke regionale Unterschiede im Versorgungsgeschehen hinsichtlich der Angebotsstruktur, der Bedarfslagen und der vertraglichen Ausgestaltung. Ziel des Papers ist es, einen Überblick über die aktuellen strukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen der ambulanten Berufspflege zu geben.
15. Oktober 2025
Krankenhausreport 2025 –
Demenzerkrankte in der akutstationären Versorgung
Der demografische Wandel stellt das deutsche Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Mit der zunehmenden Zahl älterer Menschen nimmt auch die Bedeutung demenzsensibler Versorgung im Krankenhaus zu. Die ungewohnte Umgebung, ein unstrukturierter Tagesablauf und fehlende Bezugspersonen während eines Krankenhausaufenthalts können demenztypische Verhaltensauffälligkeiten auslösen oder verstärken. So begegnen Kliniken immer häufiger einer Patientengruppe, deren Krankheitsbild eine besondere medizinische, pflegerische sowie strukturelle Aufmerksamkeit erfordert. Der diesjährige Report geht der Frage nach, wie sich stationäre Aufenthalte auf die Lebensqualität und den Krankheitsverlauf von Menschen mit Demenz auswirken, und leistet einen datenbasierten Beitrag zur aktuellen Diskussion über die stationäre Versorgung dieser wachsenden Patientengruppe.
2. Oktober 2025
Hausärzteprognose 2040 – Wie wird sich die hausärztliche Versorgung entwickeln?
Die hausärztliche Versorgung ist oft die erste Anlaufstelle in unserem Gesundheitssystem – und entscheidend für eine flächendeckende, patientennahe medizinische Betreuung. Doch demografische, medizinische und gesellschaftliche Veränderungen stellen ihre Zukunft vor große Herausforderungen – und neue Versorgungskonzepte wie das geplante Primärarztsystem könnten zukünftig tief in die Versorgungsstruktur eingreifen. Es stellt sich die Frage: Wie lässt sich eine bedarfsgerechte hausärztliche Versorgung in Zukunft sicherstellen? In Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung hat das bifg eine Projektion der hausärztlichen Versorgung bis zum Jahr 2040 entwickelt. Ziel ist es, frühzeitig Handlungsbedarfe zu identifizieren und Impulse für eine nachhaltige, zukunftsfähige Gesundheitsversorgung zu geben.
30. September 2025
Hilfsmittelreport 2025 –
Stand und Entwicklung der Hilfsmittelversorgung in Deutschland
Der aktuelle Hilfsmittelreport analysiert empirische Daten zur ambulanten Hilfsmittelversorgung in Deutschland für die Jahre 2020 bis 2024. Einzelne Hilfsmittel-Produktgruppen entwickeln sich mit unterschiedlicher Dynamik und regionalen Schwerpunkten. Das Autorenteam untersucht datenbasiert die Ursachen dieser Entwicklungen und nimmt eine fachliche Einordnung vor. Ergänzt wird der Report durch den interaktiven Hilfsmittel-Atlas, der es den Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, verschiedenste kennzahlbasierte Analysen der Hilfsmitteldaten nach individuellen Vorstellungen vorzunehmen. Darüber hinaus wird ein Überblick zu den aktuell an anderer Stelle veröffentlichten empirischen Hilfsmittelinformationen gegeben. So soll ein möglichst vollständiges Bild der Informationslage zur Hilfsmittelversorgung in Deutschland vermittelt werden.
25. September 2025
BARMER Arzneimittelreport 2025: Herpes zoster
Herpes zoster ist eine äußerst unangenehme Erkrankung und kann durch anhaltende Schmerzen zu Einschränkungen der Lebensqualität führen. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten bleibt nach Abklingen des Ausschlags für Wochen oder Monate ein sogenannter postherpetischer Nervenschmerz zurück, der quälend und so stark sein kann, dass eine Behandlung mit Opioiden erforderlich ist.
Seit Dezember 2018 empfiehlt die STIKO die Impfung gegen Herpes zoster als Standardimpfung bei Personen ab dem Alter von 60 Jahren. Das neu erschienene ePaper des Arzneimittelreports 2025 widmet sich dem Thema und untersucht die Erkrankung und die Inanspruchnahme der Herpes-zoster-Impfung mithilfe von BARMER-Routinedaten. Werden die Impfziele erreicht? Gibt es Unterschiede bei der Impfrate hausärztlicher Praxen? Welche Strategien zur Verbesserung der Impfrate lassen sich ableiten?